Nachrichten
von Tim Körbächer
Erfolgreicher Einzelstart: Nachwuchstalent von GalaxyCheer Gießen überzeugt in Heidelberg
Starker Auftritt für GalaxyCheer Gießen: Nachwuchssportlerin Maya (Jahrgang 2015) sicherte sich bei den Spring Cheer Masters von CCA in Heidelberg den 2. Platz im Junior Individual Level 4.
Maya gehört sowohl dem Talentstützpunkt des CCVH als auch dem Landesstützpunkt Hessen an und zählt damit zu den vielversprechenden Nachwuchsathletinnen im Cheersport. Mit ihrem Start im Individualbereich zeigt sie zusätzlich Eigeninitiative und nutzt die Möglichkeit, ihr persönliches Können gezielt weiterzuentwickeln.
Der Wettkampf in Heidelberg unterstreicht ihr großes Potenzial: Technik, Ausdruck und Präsenz auf der Matte lassen erkennen, welches Niveau bereits in so jungen Jahren möglich ist. Für GalaxyCheer ist dieser Erfolg ein weiterer Beleg für die starke Nachwuchsarbeit im Verein.
Mit viel Motivation und Ehrgeiz möchte Maya ihren Weg im Leistungssport weitergehen – und dabei noch mehr aus ihrem Talent herausholen, wir als GalaxyCheer Gießen sind sehr stolz, sie dabei begleiten zu dürfen.
von Tim Körbächer
Ostseepokal für Jörg und Ramona Weber
Am vergangen Wochenende gingen Jörg und Ramona Weber für den GTC in der Großveranstaltung „Die Ostsee tanzt“ in der Sen IV B Latein an den Start. Ausgetragen wurde das Turnier in Schönberg/Holm im „Festsaal im Ferienpark“ des „Tropischen Palmengartens“. Die traditionsreiche Veranstaltung erstreckte sich über drei Turniertage und bot erneut ein stimmungsvolles Umfeld für die Paare. Da in der Sen IV B Latein nur drei Paare gemeldet waren, begann das Turnier zunächst mit einer Sichtungsrunde. Für die Paare bedeutete das, von Beginn an konzentriert und präsent auf der Fläche zu sein. Jörg und Ramona nutzten diese Gelegenheit sehr gut und zeigten bereits in der Sichtungsrunde, dass sie an diesem Tag in hervorragender Form waren. Im Anschluss wurde direkt das Finale ausgetragen. Jörg und Ramona präsentierten sich dabei souverän und überzeugten das Wertungsgericht mit einer starken Leistung über alle fünf Tänze.
Am Ende ertanzten sie sich den 1. Platz von 3 Paaren. Bis auf den Paso Doble, wo sie sich den 2. Platz ertanzten, gewannen sie jeden anderen Tanz. Damit sicherten sie sich nicht nur den Turniersieg, sondern durften auch einen der begehrten Pokale mit nach Hause nehmen. Die Veranstaltung war von einer sehr guten Stimmung geprägt und die Paare wurden mit viel Beifall vom Publikum unterstützt. So wurde der Turniertag für Jörg und Ramona zu einem rundum angenehmen Erlebnis.
von Tim Körbächer
Schmidt Schwestern erfolgreich in Bad Homburg
von Tim Körbächer
GTC-Paare erfolgreich bei heimischer Landesmeisterschaft
Am vergangenen Wochenende fanden in Großen-Buseck gleich zehn hessische Landesmeisterschaften statt. Ausgerichtet wurden die Turniere vom Nachbarverein des Rot-Weiß-Clubs Gießen im Busecker Kulturzentrum. Von der Hauptgruppe D Standard bis zur Senioren I S Latein war ein breites Spektrum an Startklassen vertreten – ein langes und abwechslungsreiches Turnierwochenende für Tänzerinnen, Tänzer und Publikum.
Auch der GTC 74 war mit vier Paaren vertreten: Jonas Feierfeil und Marlene Havemann, Tim Körbächer und Emily Thiessen, Manfred und Traudel Dort sowie Alfons und Beatrix Schwake.
Den Auftakt machten Jonas Feierfeil und Marlene Havemann in der Hauptgruppe D Standard, wo sie gemeinsam mit fünf weiteren Paaren an den Start gingen. Dort wurde zunächst eine Sichtungsrunde getanzt, bevor zum Finale übergegangen wurde. Mit einem 3. Platz im Langsamen Walzer, einem geteilten 4.–5. Platz im Tango sowie jeweils Rang 4 im Slowfox und Quickstep ertanzten sich die beiden am Ende einen starken 4.Platz in der Gesamtwertung.
Anschließend folgte die Meisterschaft der Hauptgruppe C Standard. Hier traten Tim Körbächer und Emily Thiessen gegen acht weitere Paare an. In der zunächst stattfindenden Vorrunde konnten sich die beiden sehr gut in Szene setzen und mit der maximalen Anzahl von Wertungskreuzen in das 6-paarige Finale einziehen. Auch dort konnten sie sich getragen von der tollen Atmosphäre wieder toll präsentieren und die Finalrunde mit 3. Plätzen im Langsamen Walzer, Tango und Wiener Walzer beginnen. Leider ist letzter noch sehr neu für die beiden, wodurch dieser noch sehr kräftezehrend war. Dies hatte als Resultat, dass sie „nur“ 5. Plätze im Slowfox und Quickstep sicherten konnten. Dies reichte aber noch knapp für einen sehr zufriedenstellenden 3. Platz auf dem Treppchen und der damit einhergehenden Bronzemedaille.
Nach einer Lateinsektion der Senioren I ging es am Nachmittag wieder mit Standard weiter. Das Highlight des zweiten Standardblocks war die Senioren IV S Standard, die mit 19 startenden Paaren das größte Starterfeld des Tages stellte. Für den GTC 74 gingen hier gleich zwei Paare an den Start: Manfred und Traudel Dort sowie Alfons und Beatrix Schwake.
Beide Paare überzeugten in dem starken Feld und erreichten souverän das Halbfinale. Für Manfred und Traudel Dort, die sich als persönliches Ziel genau dieses Halbfinale gesetzt hatten, war das bereits ein großer Erfolg. Doch auch dort ließen sie nicht nach und belegten am Ende einen hervorragenden 7. Platz, wobei ihnen nur ein Wertungskreuz zum Finaleinzug fehlte.
Für Alfons und Beatrix Schwake ging der Turniertag aber noch weiter: Sie qualifizierten sich für das Finale der besten sechs Paare mit der vollen Anzahl an Wertungskreuzen. Dort zeigten sie weiterhin beeindruckende Leistungen und wurden sehr eindeutig in allen Tänzen auf den 2. Platz gewertet. Damit sicherten sie sich verdient die Silbermedaille der hessischen Landesmeisterschaft und verteidigten erfolgreich ihren Vizemeistertitel.
Insgesamt war es ein sehr erfolgreiches Turnierwochenende für den GTC 74 mit starken Platzierungen, einer Bronzemedaille und einem Vizemeistertitel.
Tänzer (v.l.n.r.): Tim Körbächer/Emily Thiessen, Manfred und Traudel Dort, Alfons und Beatrix Schwake
Fotografen (v.l.n.r.): Dirk Wagner, Katja Knoop, Gitta Comtesse
von Tim Körbächer
GalaxyCheer Gießen gewinnt Innovationspreis 2025 – Ehrung für junges Ehrenamt der Cheersport Abteilung des GTC 74
Große Anerkennung für die Cheersport-Abteilung des Gießener Tanzclub 74 e.V.: Beim Innovationspreis 2025 im Sportkreis Gießen wurde GalaxyCheer mit dem höchstmöglichen Preisgeld von 1.000 Euro ausgezeichnet. Zusätzlich erhielten die beiden Abteilungsgründerinnen Daniela Neumann und Vivien Becker die Ehrung „Junges Ehrenamt“ für ihr außergewöhnliches Engagement im Verein. Die Preisverleihung fand im Forum der Rinn Beton- und Naturstein GmbH & Co. KG in Heuchelheim statt und brachte zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Sport, Politik und Ehrenamt zusammen. Unter den Gästen waren unter anderem Frank-Tilo Becher, Oberbürgermeister von Gießen, Prof. Dr. Heinz Zielinski, Sportkreisvorsitzender, sowie weitere bedeutende Persönlichkeiten aus dem regionalen Sport und der Kommunalpolitik.
Aufbau einer ganzen Abteilung
Die Cheersport-Abteilung GalaxyCheer wurde im Sommer 2019 von Daniela Neumann und Vivien Becker gegründet. Was damals mit nur wenigen Kindern begann, hat sich innerhalb weniger Jahre zu einer der größten Abteilungen des Vereins entwickelt. Heute trainieren rund 60 Sportlerinnen und Sportler in mehreren Teams – von den jüngsten Einsteigern bis hin zum Senior-Team. Die Auszeichnung mit dem Innovationspreis würdigt insbesondere den strukturellen Aufbau der gesamten Abteilung, die Organisation von Trainingsstrukturen, Nachwuchsförderung sowie die kontinuierliche Entwicklung des Cheersports innerhalb des Vereins sowie die großen Zukunftspläne der jungen Abteilung.
Präsentation vor Ort
Ein besonderes Highlight des Abends war, dass sich GalaxyCheer auch direkt vor Ort präsentieren konnte. Einige der Athletinnen zeigten Auszüge aus ihrem Sport und gaben den Gästen so einen Einblick in den Cheersport und die Arbeit der Abteilung. Die Präsentation sorgte für große Aufmerksamkeit und zeigte eindrucksvoll, wie viel Teamarbeit, Technik und Leidenschaft in diesem Sport steckt.
Ehrenamt mit Herz
Für ihren Einsatz wurden Daniela Neumann und Vivien Becker zusätzlich mit der Ehrung „Junges Ehrenamt“ ausgezeichnet. Die beiden Trainerinnen stehen nicht nur mehrmals pro Woche selbst in der Halle, sondern organisieren auch Trainings, Wettkämpfe, Veranstaltungen und zahlreiche Projekte rund um die Nachwuchsförderung im Cheersport, das wohl der Sportler und den familiären Zusammenhalt der Abteilung.
Blick in die Zukunft
Die Auszeichnungen unterstreichen die dynamische Entwicklung von GalaxyCheer innerhalb des Gießener Tanzclubs. Für die kommenden Jahre hat die Abteilung bereits große Pläne – darunter weitere Teamstrukturen, die Teilnahme an Verbandsmeisterschaften, langfristige Hallenlösungen sowie neue Projekte für den Nachwuchs- und Leistungssport und integrative Arbeit.
Der Abend in Heuchelheim war damit nicht nur eine Ehrung für bereits geleistete Arbeit, sondern auch ein Zeichen dafür, welches Potenzial im Cheersport in Gießen und der Region Mittelhessen steckt.
von Tim Körbächer
X-Ray-Pokal für Jonas und Marlene
Am 28. Februar 2026 starteten Jonas Feierfeil und Marlene Havemann in der Hgr D Standard beim 1. X-Ray Pokal der TSG X-Ray Lennep in Schwelm. Ausgetragen wurde das Turnier in den Räumlichkeiten von Tepel’s Tanz Treff, einer ortsansässigen Tanzschule.
Trotz einer sehr rutschigen Tanzfläche konnten sich Marlene und Jonas souverän durchsetzen und mit 17 von 20 möglichen Kreuzen in das Finale einziehen. Auch dort konnten sie sich erneut stark präsentieren und mit dem Langsamen Walzer, Slowfox und Quickstep 3 der 4 Tänze für sich entscheiden und somit auch den Turniersieg für sich beanspruchen. Somit gewannen sie nicht nur das Turnier, sondern auch einen der begehrten X-Ray-Pokale.
Mit dem Turniersieg haben sie sich darüber hinaus noch das Recht ertanzt an der im Anschluss stattfindenden C-Klasse teilzunehmen. Dort konnten sie auch die persönliche Premiere feiern, dass erste Mal einen Wiener Walzer auf der Turnierfläche präsentieren zu dürfen. Zwar mussten sie sich in dem 9-paarigen Startfeld nach der Vorrunde geschlagen geben, konnten aber mit 7 Kreuzen dennoch den ein oder anderen Wertungsrichter von sich überzeugen.
Das Turnier bot insgesamt eine tolle Atmosphäre mit moderner Musik und viel Publikum bei den Hauptgruppen. Nach einer zweistündigen Anreise und einem anstrengenden Turniertag konnten Marlene und Jonas zufrieden mit einem Turniersieg die Heimreise antreten. Mit einem Pokalsieg in dem erst dritten Turnier der beiden kann der GTC nur weiterhin Alles Gute wünschen und ist gespannt auf zukünftige Leistungen des jungen Tanzpaares.
von Tim Körbächer
GalaxyCheer beim Gießener Faschingsumzug
Beim Faschingsumzug in Gießen hieß es für Galaxy Cheer wieder: Lila zeigen, zusammen lachen und als Galaxy Family unterwegs sein. Schon mehrere Jahre in Folge sind wir mit dabei – und jedes Mal ist es einfach besonders, gemeinsam durch die Straßen zu ziehen, uns als Verein zu präsentieren und diesen Teamspirit auch außerhalb der Matte zu leben. Dieses Jahr wieder in Lila, laut, fröhlich und mit ganz viel Herz.
Ein riesiges Dankeschön geht erneut an Schär für die großzügige Spende an Wurfmaterial. Die hochwertigen glutenfreien Produkte haben unseren Auftritt perfekt abgerundet. Dass wir diese Unterstützung schon mehrfach erfahren durften, bedeutet uns sehr viel.
Fazit: Es war einfach schön. Zusammen unterwegs sein, zusammen Spaß haben, zusammen wachsen – genau das ist Galaxy.
von Tim Körbächer
GalaxyCheer für integrative Arbeit geehrt
Der Gießener Tanzclub 74 e.V. wurde im Rathaus Gießen mit dem Integrativen Jugendsportpreis 2025 ausgezeichnet. Grundlage der Ehrung war das Engagement der Abteilung GalaxyCheer Gießen, die sich im Rahmen des „100 Hände Wochenendes“ der Sportjugend Hessen besonders für inklusive Jugendarbeit eingesetzt hat.
Ausgezeichnet wurde die Arbeit mit geistig und körperlich eingeschränkten Menschen, die durch gezielte sportliche Angebote aktiv eingebunden werden. GalaxyCheer Gießen schafft damit Räume für Begegnung, Teilhabe und Gemeinschaft und leistet einen wichtigen Beitrag zur gelebten Inklusion im Sport.
Die Preisverleihung fand in einem wertschätzenden und inspirierenden Rahmen im Rathaus Gießen statt. Die Auszeichnung würdigt das Engagement des Vereins und der Beteiligten und versteht sich zugleich als Anerkennung für den Einsatz, der weit über den Trainingsbetrieb hinausgeht.
Für den Gießener Tanzclub 74 e.V. ist der Preis eine besondere Bestätigung der inklusiven Vereinsarbeit und ein Ansporn, dieses Engagement auch künftig fortzuführen und weiter auszubauen.
von Tim Körbächer
Landesmeistertitel für Jörg und Ramona Weber
Großer Erfolg für den Gießener Tanz Club 74. Am 08. Februar 2026 starteten Jörg und Ramona Weber in der Klasse Senioren III und IV B Latein bei der Landesmeisterschaft Senioren Latein im Kultur und Sportzentrum Martinsee in Heusenstamm. Ausrichter der Veranstaltung war das TanzSportZentrum Heusenstamm.
Aufgrund der kurzfristigen Absage eines Paares wurde die Landesmeisterschaft der Senioren IV B Latein mit der Senioren III B Latein zusammengelegt. Da Webers für beide Turniere gemeldet waren, konnten sie in dieser Situation nur einmal an den Start gehen.
Nach einer Sichtungsrunde mit vier Paaren wurde direkt das Finale ausgetragen. Auf großer Tanzfläche, bei sehr guter Musikauswahl und einer tollen Stimmung im Saal zeigte unser Paar eine überzeugende Leistung.
Im kombinierten Turnier erreichten Ramona und Jörg Weber den zweiten Platz von vier gestarteten Paaren. In der separaten Wertung der Senioren IV B Latein bedeutete dieses Ergebnis allerdings den ersten Platz und damit den Gewinn des Landesmeistertitels. Der Gießener Tanz Club 74 ist sehr stolz auf diesen Erfolg und gratuliert seinem Paar herzlich zu dieser starken Leistung.
Turniersieger im Gesamtfeld wurden Anja und Wolfgang Marx vom TanzSportClub Rödermark e.V. Die detaillierten Wertungen sind online abrufbar unter:
https://www.htv.de/media/26_02_08/6-olm_sen34blat/index.htm
von Tim Körbächer
Pyramiden, Stunts und MilkyWays: Ein Besuch bei den Cheerleadern des GTC74
Seit 2019 hat der Gießener Tanz-Club 74 eine Cheersport-Abteilung. In den vergangenen Jahren ist diese stetig gewachsen, die Faszination für den Teamsport mit Risikocharakter wächst. Dabei geht alles auf die Idee zweier Teenager zurück.
Man sieht der Halle im Bachweg 28 an, dass hier sonst Standard, Salsa oder Rock ’n’ Roll getanzt werden. Parkettboden, Spiegel an den Wänden, Pokale in den Regalen und ein gelb-grüner Stich. Die lila Outfits der Kinder und Jugendlichen, der Schriftzug „Galaxy“ und der Glitzer – sie sind ein Kontrast zu jenem Zweck, den diese Räumlichkeiten ursprünglich erfüllen.
Zwölf Kinder sind zum Training an diesem Freitagnachmittag da. Matten werden ausgerollt, auf der Fensterbank stehen die Trinkflaschen, darunter ein paar Stanley-Cups, um 16 Uhr beginnt das Aufwärmen. 30 Minuten gründliches Bewegen, Räder schlagen, Dehnen.
Man mache sich immer gut warm, absolviere viel Prävention, damit sich niemand verletze, sagt Trainerin Daniela Neumann und deutet auf die großen schwarzen Blöcke, die im Vorstandszimmer in der Ecke stehen. Mit diesen absolviere man Sprünge zur Stärkung der Muskulatur. Neben dem langen Holztisch und den Bürostühlen wirken auch diese wie Fremdkörper in der Vereinsstube des Gießener Tanz-Club 74.
Am Anfang noch ohne Matten
Aber die Geschichte, wie die Cheerleader in den Tanzverein kamen, ist eigentlich ganz einfach. 2019, mit 16 Jahren, trainierte Neumann zusammen mit Vivien-Noelle Becker noch die Kids beim MTV 1846 Gießen. Im Verein gab es so ein paar Unstimmigkeiten, und beide „wollten Dinge anders machen, nicht mehr auf andere angewiesen sein“. Über die Eltern von Kindern, die sie trainierten, ergab sich die Möglichkeit, zum GTC 74 zu gehen. Die nutzten sie – und gründeten als Teenager ihre eigene Abteilung.
Der Beginn sei schwer gewesen. „Wir hatten nichts. Am Anfang haben wir den Boden abgeklebt mit Kreppband, um Matten zu symbolisieren für Aufstellungen. Es war wirklich eine Katastrophe“, erzählt die heute 23-jährige Gießenerin. Aber der Mut, den beide damals bewiesen, zahlte sich aus. Die MilkyWays, das Team für Kinder zwischen acht und 13, waren der Anfang. Drei weitere kamen dazu. Auch während Corona verzeichnete man Zulauf. Und mittlerweile steht da eine Abteilung mit vier Teams, mehreren Trainern, eigenem Farbdesign und natürlich eigenem Namen: GalaxyCheer.
Der Name prangt auf den Outfits, die die MilkyWays, die an diesem Freitag trainieren, tragen. Ein paar einfache Stunts stehen nach dem Warm-up auf dem Programm. Vier Mädchen bilden immer eine Gruppe und hieven eines nach oben. Zwei stehen unten, die Bases, eines dahinter, der Backspot, und eines ist oben – der Flyer. Neumann und Trainerkollegin Nina haben ein Auge auf die Gruppen, korrigieren mal, geben Anweisungen. Als Nächstes ist der Teddy-Bear-Stunt dran.
„Die MilkyWays lieben unsere Pyramiden. Wenn es mal etwas höher geht und wenn es mal gruselig wird. Die sind danach immer stolz, wenn es klappt“, erzählt Neumann, die selbst Cheerleading betreibt und mit ihrem ehemaligen Team sogar schon bei Weltmeisterschaften war. Man lerne nie aus im Cheersport, könne immer in andere Level gehen. „Man erlebt Zusammenhalt, Disziplin, Strukturiertheit“, antwortet sie auf die Frage nach ihrer Faszination.
Cheerleading kombiniert Turnen, Akrobatik und Tanzen. Es gibt Stunts (Hebefiguren), Tumbling (Bodenturn-Elemente), Pyramiden (Stunts kombiniert) und das Cheering (Rufe), was nur Teams höherer Kategorien machen. Die Teams entwickeln eine Routine, die sie zu Musik präsentieren und die bei Wettbewerben bewertet wird.
Um den Cheersport hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland ein komplexes Geflecht entwickelt. Mit Meisterschaften bis auf Bundesebene, Stützpunkten und Landeskadern. Für jede Altersklasse gibt es Level, in denen die Teams starten können. In Level 0 dürfen Stunts beispielsweise nicht über Hüfthöhe gehen. „Ich finde das echt gut so, weil man so für jeden Sportler ein Level findet“, sagt Neumann.
Musik wird bei Anbieter bestellt
Cheerleading ist eine wachsende Sportart, und die Abteilung des GTC 74 ist mittendrin. Aktuell trainieren die Teams auf offene Meisterschaften im Sommer hin. Diese finden groß aufgezogen mit striktem Zeitplan, klaren Regularien und in großen Venues statt. Die Musik für die Routines wird bei Anbietern wie iCheer-Music bestellt und ist individuell zugeschnitten. Kostüme kommen von der Cheersport-Marke schlechthin: Varsity. Und die Haargummis der Kinder und Jugendlichen sind, wie Neumann erzählt, genäht von ihrer Oma.
Gut und gerne elf Stunden investiert die 23-Jährige, die Psychologie in Marburg studiert, wöchentlich für den Verein. Mitgründerin „Vivi“ ist weiterhin dabei, Unterstützung ist da. Dennoch sei das Ganze „wie ein Teilzeitjob“. Designs, Sponsoren, Anmeldungen müssen organisiert werden. „Dann kommt mal eine Lieferung mit 120 T-Shirts, die müssen auch sortiert werden“, erzählt sie.
Und dann ist da ja auch noch das Thema Halle. Die Abteilung ist schon länger auf der Suche nach Räumlichkeiten, die größer sind als jene im Bachweg oder in Wieseck, wo man ebenfalls trainiert. Man sei dort fest dran und hoffe, bald eine Halle mieten zu können. Vielleicht sogar noch in diesem Jahr.
Die Abteilung des Vereins wird in diesem Jahr unter anderem mit dem integrativen Jugendsportpreis ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr hatte man einen vierstündigen Cheerleading-Workshop für Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen am „100-Hände-Wochenende“ angeboten. Wie Neumann sagt, möchte man Projekte ähnlicher Art in Zukunft aufrechterhalten und gegebenenfalls ein Inklusionsteam gründen.